Die gastfreundliche Zeremonie gepostet am

Was meine Brautpaare sehr oft beschäftigt, ist der perfekte Ablauf ihrer Trauung. Verständlich, denn wer nicht schon einige Hochzeiten besucht hat oder regelmäßig in die Kirche geht, kann sich darunter nicht sehr viel vorstellen.

Deswegen stelle ich allen Suchenden hier mal ein paar Tipps zusammen, mit denen die kirchliche  Zeremonie sicher nicht langweilig wird.

Die kirchliche Trauung

Pfarrer und Pfarrerinnen gibt es von der neuen aber auch von der alten Schule. Daher ist hier bei der Eigenständigkeit Vorsicht geboten. Manche geben Euch Freiraum, manche so gut wie gar keinen.

Beispielsweise wird meistens sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Gemeine (Eure Gäste) singt. Wer Angst hat, dass das entweder zu einem peinlichen Murmeln oder zu einem schiefen Gegröle wird, ist hier richtig:
Es gibt gewisse Kirchenlieder, die jeder schon einmal gehört hat. Und diese können sogar noch ein wenig auf das Thema zugeschnitten werden.

Zu dem Lied „Danke“ gibt es dafür schöne Hochzeitstexte, die das Ganze ein wenig auffrischen.

Version 1) Danke für diese schöne Stunde,
Danke für diesen guten Tag
danke, dass ich zu diesem Bunde
ja von Herzen sag.

Danke, dass wir die Liebe finden,
danke, dass wir einander sehn
danke, dass wir uns heute binden
und zueinander stehn.

danke, auch für die Schwierigkeiten,
danke, du lehrst uns Zuversicht
danke, dass auch in schweren Zeiten
Du uns Stärke gibst.

Danke, für alle die uns mögen,
danke, für die, die mit uns sind
danke, dass wir in unserem Leben
nicht alleine sind.

Weitere Versionen sowie Noten findet Ihr hier: http://www.lgvgh.de/wp/danke-fuer-diesen-guten-morgen-hochzeitsversion-lied-text/5309 Weitere Lieder, die die meisten Eurer Gäste mitsingen können, sind „Ins Wasser fällt ein Stein“ und „Komm Herr, segne uns“, „Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer“ und „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“.

Ein kirchlicher Ablauf kann am Ende etwa so aussehen:

– Einzug (entweder von der Orgel oder von der Sängerin)
– Begrüßung
– Gebet
– Gemeindelied (z.B. „Danke“)
– Predigt
– Sololied Sängerin
– Schriftlesung zur Trauung
– Trauhandlung: Gebet, Traufrage, Ringwechsel, Trausegen
– Sololied Sängerin
– Fürbitten (evtl. von Familie/Freunden)
– Vaterunser
– Gemeindelied
– Überreichung der Traubibel/Bekanntgaben über die Spenden bzw. zum Auszug
– Segen
– Auszug (entweder von der Orgel oder von der Sängerin)
Ein solcher Ablauf dauert etwa 45 Minuten.
Was den Gottesdienst besonders schön ausschmückt, sind Beiträge von Verwandten & Freunden.
Fragt dazu einfach Euren Pfarrer/in, ob sich diese beispielsweise an den Fürbitten beteiligen können. In diesen können die Wünsche an Euch ausgesprochen werden.
Bei einigen Zeremonien wird nach der Trauhandlung die Traukerze angezündet. Auch dort könnt Ihr Eure Trauung wieder personalisieren, indem Verwandte/Freunde diese anzünden und dazu einen kleinen Text sprechen. Beliebt ist da das Gedicht „Die Hochzeitskerze spricht.“ http://www.hochzeitskerze.net/gedicht-hochzeitskerze.html
Süße Ideen, wie die Hochzeitsringe von Kindern oder sogar einem Hund zum Altar bringen zu lassen, sorgen ebenfalls immer für Freude in den Gesichtern.
Ganz wichtig: Lasst Eure Trauzeugen dafür sorgen, dass auch die ersten Reihen besetzt sind. Gäste haben immer die Tendenz sich erstmal in die letzten Reihen zu verkrümeln und wollen da auch nicht so schnell wieder weg. Eine kleine Ansage reicht meistens und Eure Liebsten sitzen ganz in Eurer Nähe und bekommen von der Zeremonie und den Gefühlen ein ganzes Stückchen mehr mit.
Alles in allem: Je persönlicher und gastfreundlicher Eure Trauung ist, desto mehr Tränen und weniger gelangweilte Gesichter werdet Ihr zu sehen bekommen. ♥